Terlusollogie - eine neue Typenlehre


Cover der Publikation des Mannheimer Arztes Christian Hagena im Haug Verlag

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Mai 2003

Wie Mond und Sonne täglich an uns zerren
Charlotte und Christian Hagena mit ihrer „Terlussollogie“, einer neuen Typenlehre

Von Christel Heybrock 

 

Ob da was dran ist? Beobachten Sie doch mal sich selber und ihre nächste Umgebung, vielleicht machen Sie ja auch diese Erfahrung. Die Erfahrung nämlich, dass man zumindest uns Mitteleuropäer nicht nur in Männer und Frauen, Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Arme und Reiche einteilen kann, sondern auch in Leute, die entweder unterm Einfluss des Mondes oder dem der Sonne stehen, und zwar vom ersten Atemzug an bis zu ihrem Tod. Die Mannheimer Ärztin Dr. Charlotte Hagena und ihr Sohn und Kollege Christian Hagena haben, basierend auf eigenen Erkenntnissen und angeregt von Menschen, die da schon zuvor etwas vermutet, beziehungsweise „gewusst“ haben, eine neue Typenlehre entwickelt, die „Terlusollogie“, mit der angeblich medizinische Erfolge auch dann noch eintreten können, wenn ein Patient die ganze Odyssee der Schulmedizin hinter sich hat und immer noch nicht gesund ist. Ursache derart hartnäckiger Therapieresistenz kann nämlich die Tatsache sein, dass der Patient eben nicht typengerecht behandelt wurde oder aus Unkenntnis seiner eigenen Prägung typenwidrig gelebt hat.

 

Der Begriff „Terlusollogie“ klingt exotisch und ist es irgendwie auch. Ausgehend von den drei Himmelskörpern, die das menschliche Leben fundamental beeinflussen, haben die beiden Hagenas einfach die Erde (Terra), den Mond (Luna) und die Sonne (Sol) zur Ter-lu-sol-logie zusammengeführt und stehen nun auf folgendem Standpunkt: „Wir sehen die Erde als ruhenden Pol an, Mond und Sonne als die auf die Erde gegensätzlich einwirkenden Kräfte.“ Dabei sei der Zeitpunkt der Geburt eines Menschen ausschlaggebend dafür, ob sein erster Atemzug (und damit alle weiteren Atemzüge) vornehmlich unter Sonnen- oder Mondeinfluss getätigt würden, denn: „Die Sonne übt einen vertikal ziehenden Effekt auf die Erde aus, der Mond einen horizontal dehnenden Einfluss.“ Die „verengenden“ Kräfte der Sonne machten, offenbar in just den Sekundenbruchteilen des ersten Atmens, aus dem Säugling den „Ausatemtyp“, während der Mond durch seine dehnenden Energien „Einatemtypen“ produziere. Dabei gebe es freilich, so die Autoren, die ihre Theorie in einem renommierten Fachverlag publiziert haben, Menschen, bei denen sich Sonne-Mond-Einflüsse annähernd die Waage hielten, so dass sie zu den „Fragezeichentypen“ gerechnet werden müssten. Im allgemeinen aber sei immer eine der beiden Himmelskräfte dominant. Selbst ein Computerprogramm haben die beiden Mediziner entwickelt, mit dem sich der genaue Prozentsatz dieser Dominanz berechnen lässt – vorausgesetzt, das Geburtsdatum ist wirklich absolut korrekt.

 

Gehen von ihm tatsächlich "dehnende" Energien aus? Der Mond, aus der Kommando-Kapsel der Apollo-12-Mission aufgenommen am 24. November 1969. Die Mannschaft befand sich auf dem Rückflug und warf noch einen Blick zurück auf den zuvor betretenen Himmelskörper.
Foto: NASA/Apollo 12, AS12-H-55-8221

 

Die Folgen dieser Prägung sind überraschend und simpel zugleich und lassen sich in Tabellen ablesen. Der lunare Typ beispielsweise schläft auf dem Rücken, sitzt mit gestreckten Beinen leicht nach hinten geneigt und mag als dynamische Persönlichkeit nicht lange an einem Fleck stehen. Er verträgt weder Süßigkeiten noch Spinat noch gekochten Fisch oder mageres Fleisch, auch Hafer, Margarine und Pflanzenöl machen ihn krank, und seine besten Sinnesleistungen kommen über die Ohren, während das Sehen keine große Rolle für ihn spielt. Da seine „Verengungszonen“ in Gesicht, Hals und Becken liegen, während der übrige Körper „Warm- oder Dehnungszone“ ist, lassen sich seine Unpässlichkeiten unter anderem durch Eis- oder Wärmepackungen auf die richtigen Partien beheben. Dagegen muss der solare Typ als Säugling gleich auf den Bauch gelegt werden und sollte in dieser Position auch den Rest seines Schlaflebens verbringen, wenn er Störungen vermeiden will.

 

Ein kochender, brodelnder, spuckender Gasball - unsere Sonne, die angeblich verursacht, dass manche Menschen weder Karotten noch Himbeeren vertragen. Das Foto wurde am 23. Mai 2006 vom Ultraviolett-Teleskop der Sonnensonde SOHO aufgenommen.
Foto: ESA, NASA, SOHO/EIT Team

 

Der „Solare“ sollte wenig trinken, er verträgt Süßigkeiten, Hafer, Nudeln und Quark, sollte aber die Finger von Möhren, Himbeeren und Apfelsinen lassen. Er ist ein „Sehtyp“, kein „Hörtyp“, er pflegt mit unterm Stuhl verknoteten Beinen zu sitzen und kann es lange an einem Fleck aushalten. Bei ihm sollten Gesicht, Hals und Becken auf  keinen Fall als „Kaltzonen“ betrachtet werden, und im Gegensatz zum „Lunaren“ bekommt ihm das Klima der Wüste (vielleicht weil der übrige Körper seine „Kalt- oder Verengungszone“ ist).

 

Man kann die „Terlusollogie“ der Hagenas detailliert nachlesen in ihren Büchern und sich von den therapeutischen Erfolgen beeindrucken lassen, die sie offenbar mit jeweils typengerechten Behandlungsmethoden errungen haben. Wer allerdings sich selber und seine Familie auf diese Typenlehre hin abklopft, wird denn doch etliche Ungereimtheiten entdecken, die sich keineswegs auf eine an bestimmten Tagen schwer zu ermittelnde Himmelskörper-Dominanz zurückführen lassen. Womöglich wurde bei der ganzen Typologie (unter vielem anderem) übersehen, dass in erster Linie die Erde das menschliche Leben prägt und dass unsere kosmische Heimat keineswegs ein „ruhender Pol“, sondern mit ihren klimatischen Turbulenzen, ihrem Magnetfeld, ihren tektonischen Verwerfungen und Gravitationskräften ein höchst lebendiger Planet ist. Nicht nur der Mond beeinflusst die Erde, es ist auch umgekehrt; ein winziges Bisschen beeinflusst und stört die Erde sogar die Bahn der Sonne, so wie jeder Planet sich auf seinen Stern auswirkt. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Autorin dieser skeptischen Zeilen, obgleich eindeutig ein hochprozentig „lunarer“ Typ, Spinat und gekochten Fisch bestens verträgt, ein ausgesprochener Augenmensch ist und am liebsten und erholsamsten auf dem Bauch schläft? Nur die Sache mit den Süßigkeiten, na ja, da ist was dran. Sollten da die „Solaren“ wirklich im Vorteil sein gegenüber unsereinem? Was für ein Pech aber auch!

 

Info:

- Charlotte Hagena, Christian Hagena: “Konstitution und Bipolarität. Erfahrungen mit einer neuen Typenlehre“, 3. überarbeitete Auflage Stuttgart 2002, Karl F. Haug Verlag, 105 Seiten mit 2 Abbildungen und 2 Tabellen, Preis 22,95 Euro, ISBN 3-8304-7145-9.

- Christian Hagena: „Grundlagen der Terlusollogie. Praktische Anwendung eines bipolaren Konstitutionsmodells“, Heidelberg 2000, Karl F. Haug Verlag, 205 Seiten mit 76 Abbildungen, 12 Tabellen und CD-Rom zur Berechnung der Atemtypen, Preis 29,95 Euro, ISBN 3-8304-7062-2.

- Internet: www.terlusollogie.de
- E-Mail: terlusollogie@t-online.de

                christian.hagena@terlusollogie.de

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